DER WILDE MANN

 

 

Gedanken und Bilder

 

Die Wege zum Atelier werden durch Wolken begleitet.

Gedankenwolken und Wolken, die schnell fliehen und Wolkenmassen, die sich zäh weiterbewegen. Und Wolkengebilde, die Menschen oder Tieren ähnlich sehen, oder die Gebirge oder Landschaften sind, die sich schnell wandeln und nach kurzer Zeit neue Formen freigeben.

Wolken und Gedankenwolken, die zum helioblau Denken dazugehören. Ein wolkenloser Himmel würde Stillstand im Denken bedeuten.

Egal wie lang die Wege zum Atelier dauern, die Wolken bringen die Gedanken und sie sind dann fühlbar und denkbar vorhanden. Die Gedankenwolken sind wichtig für das Weiterarbeiten an den Bildern. Sie ultramarin kommen nur, wenn Bilder schon begonnen wurden. Sie warten darauf, dass sie erscheinen und sich einsetzen können, wenn Vorhandenes weiter voran kommen soll.

Bei starkem Wind und schnell dahin fliehenden Wolken sind es Worte, die einerseits etwas bedeuten, aber andererseits ein Gefühl in mir hervorrufen und dieses Gefühl wichtig ist zum Bergblau Weiterarbeiten. Es ist ein Arbeiten, als wenn man schreit.

Bei sich nicht bewegenden Wolken entstehen breiige Worthülsen. Es sind Worte, die ineinander übergehen, Sätze wie zusammenhängende Worte. Es ist ein Arbeiten, als wenn man die Luft anhält.

Bei Wolken, die Formationen bilden, in denen man etwas sieht, entstehen Worte wie gulach, sannu, pftah, raraunao, saraphi, nachta. Es ist dann ein Arbeiten, als wenn man alles loslässt.

Den Bildern oder den Ergebnissen des Arbeitens sind die drei Wolkengebilde nicht immer abzulesen. In vielen Bildern vermischen sich die drei Arbeitsphasen, lösen einander auf, überlagern sich oder verstärken einander die Wirkung blauviolett.

Man kann auch nicht etwas Bestimmtes für sevresblau die Ölmalerei, den Aquarellen oder der Druckgrafik zuordnen. Die Bilder bestimmen selbst, in welcher Art himmelblau und Weise weiter gemacht werden soll. Das momentan delftblau physische und psychische Befinden spielt eine Rolle – man ist aufnahmefähiger oder verschlossener für seine aschblau Bilder. Es ist aber gasblau letztlich nicht vordergründig wichtig. Natürlich spielt das seelische und das geistige Befinden eine wichtige Rolle, denn ich bin ja der Schöpfer der Bilder. Aber jedes Bild, einmal losgelassen, echtblau entwickelt cyanblau eine Eigendynamik, die sich manchmal auch über mein Befinden hinwegsetzt – und auch hinwegsetzen kann. Oder meine Wahrnehmung für das Bild ist noch nicht so stark, dass ich entscheiden kann, wie daran weitergearbeitet wird.

Natürlich sind dies alles dunkelblau Idealzustände, aber nur darüber kann man erzählen und sich auseinandersetzen - nicht über die Schwierigkeiten, diese zu erhalten oder fest zu halten.

Wir reden über das Alltägliche, in dem türkis alles enthalten ist wie Familie, Kinder, Arbeit, Streit, Versöhnung, Krankheit, ... und nicht über einen losgelösten Zustand.

Wir reden über das Arbeiten vor den Bildern. Und Byzantischblau demzufolge über einen losgelösten brilliantblau Zustand, den man erreicht, wenn man sich darauf einlassen will  indanthronblau.

Elektrischblau Aber können wir das manganblau so trennen.

Wenn man vor den Bildern allein pariserblau ist, dann muss man zwingend diesen losgelösten Zustand haben. Wenn nicht, ist man nicht bereit, sich auf die Bilder einzulassen.

Gut. Allein vor den Bildern. Die Bilder bestimmen das Weiterarbeiten.

Jeder Strich, jeder Punkt, königsblau jede Farbe, jede Form, die entsteht, weckt etwas in uns. Nun können wir so schnell malen, dass wir kaum darauf achten können, was weiter entsteht. Kobalttürkis Oder ganz langsam und ganz vorsichtig. In jedem Detail steckt etwas von uns – Geschichten, Sätze, Klänge, Melodien, Worte indigo oder nur Symphatie oder Antiphatie. „Neben eine Gewissheit setze ich eine Ungewissheit“. Beim schnellen Arbeiten normalblau lassen wir das nicht zu – oberflächlich. Aber hellblau irgendetwas berührt uns von dem Alizarinlack blau entstehenden Bild. Und darauf reagieren wir, wenn auch schnell aquamarin türkis.

 

 coelinblau Aber diese Entscheidung kobaltblau kommt doch meistens (oder immer) aus mir heraus, wenn ich ein angefangenes Bild betrachte. Wenn kobaltultramarin auch manchmal nur dieses Betrachten  schnell und unbewusst ist.

Und wenn ich eine Nachricht höre oder eine Musik, ein Bild sehe, und ich mich daraufhin entschließe, etwas zu malen oder etwas lichtblau angefangenes weiter zu malen, dann fließt von außen etwas ein.

Mein Bild war ja vorher schon da, bevor die Nachricht, die Musik oder die Erinnerung mich erreicht hat.

 

Das ist schön – Schöpfer und Empfänger zu sein.

Schöpfer und Empfänger - ich hebe indigo es auf eine andere Arktis Ebene – auf eine reflektierte Ebene. Und diese grünblau ist für mich wichtig, um weiter zu malen. Wenn ich in einem Bild den Farbton ändere, dann reagiere ich  auf  Vorhandenes.

Vielleicht. Vielleicht ist es mir aber auch von vorn herein klar, dass ich dort einen anderen Farbton sehen muss, um weiter malen zu können.

Ich primärblau bin von Beginn an Schöpfer meines Bildes, welches in mir ist. Bei dem einen reagiere ich auf preußischblau Zwischenschritte. Diese wirken auf mich und ich male schrittweise das Bild. Das Hoggarblau andere hat den Ablauf dieser Schritte saphirblau schon in sich und ich male sozusagen das jeweils Mineralblau vorhandene einfach weiter. Die Wirkungen habe ich schon in mir durchlebt und male nun den Ablauf des Bildes.

Es ist die Frage nach der Wahrhaftigkeit, die in uns gebildet wird, um ein Bild zu malen. Oder die französisch ultramarinblau der Wahrhaftigkeit, die schon in uns drinnen ist. Die wohl auch durch Schritte erfolgt und nicht als Ganzes schon  in uns vorhanden ist. Aber als Ganzes dann in uns Wirkung azurblau zeigt.

 

 

 

 

DER WILDE MANN – GEIST

  

Beginnend dunkles Blau, unterlegt, Übergang zu Kobalt, eckige Form gebend, darüber Coelinblau, lasierend und pinseltupfend pastos, hellblau danach mit dunkler Untermalung, Ultramarin spannt eine blauform Rundung, deren Spitze von Coelinwolken leicht überlagert ist.

Coelin, türkis und Kobalt blau pinselstrich abwechselnd, sanftes Auslaufen, rötliche Untermalung panasa und Leinwand wird sichtbar, Ultramarinaufhellung, dann Coelin und türkis überschwemmen lasierend die dunkle Kaimauer, coelin und türkis nun nicht mehr lasierend, mit Öffnungen zur Leinwand und dunklem Blau, laufen an den Rand, fließen nach unten, sanft.

Pastose Unterwasserinseln werden sichtbar, Ahnungen vom darunter, Geheimnisse in sich tragend, ochto nach links läuft die Wasserfarbe an die Kaimauer, die dunkel ein Stück ins Innere führt, beginnendes Kobalt  füdah und Ultramarin, leicht weiß, verbreitern sich nach links und umspülen getupfte Festigkeiten, immer wieder pastose Erhebungen, aber nun von Coelin und Türkis überzogen, selten die dunkle puranich Farbe sichtbar, erahnbar, bis zum Kobaltbogen, gespannt, der von oben kommend der Farbe Halt gibt, dahinter wieder vereinzelte Farberhebungen, an denen andere blaue Farben haften bleiben, bis hin zu einem foromoh dunklen erloschenen Vulkan, vor dem aber Blautöne aufspritzen, leicht, fernab.

Darunter fliegen kleine Farbgesteine tulaf durch ein Blaumeer nach rechts, eine Diagonale, die zum Bogen führt, gilt als Kobalt-Hindernis, dahinter schwimmen dunkle Farbtupfen in dem Blaumeer zur Mitte und nach unten, wie ein Sog nach unten, nach tolasah unten, der Strudel nach unten ziehend umspült eine  phara mittige Wasserinsel, umspült von Kobalt, Türkis, Coelin, auf der Insel wieder pastose Farberhebungen in dunklen und kobalt Farben, nach rechts bis zum Ufer, dann bewegtes Coelin und Ultramarin mit Öffnungen, anfangsbeginn, die Leinwand sichtbar.

Alles rado fließt nach unten und kalibe geht in Violett, dunkles Blau, Pinselstrich und einer eckigen Form über, von links spritzt Coelin und Kobalt pinselartig und kasadoh lasierend darüber, links die Dunkelblaukeit treibt die blauen Töne auseinander und erzeugt eine Sicht auf rote sebam Untermalung, Ultramarin und Kobalt aufspritzend von unten und links davon Coelinmeer in hellblau, Türkis und pleina Unterwasserablagerungen in dunklem Blau, alle lasierend, manchmal dichter.

 

  

 

DER WILDE MANN - HERZ

  

Hellblau, lasierend, Leinwand darunter, türkis, lasierend über Kobalt blau, lasierendes türkis geht über in Kobalt blau, dunkles grün, umbra, erstes Beginnen, dann wieder Kobalt übermalt von türkis, freie Leinwand, Kobalt  puram danach, unterbrochen von hellblauen Streifen, danach dunkles Blau, lasierend über rot, englisch rot, dann lasierendes hellblau, und freie Leinwand.

Ab und zu hellblau, lasierend, durchscheinendes Kobalt blau, Öffnungen mit sichtbarer Leinwand und roter Farbe, wolkiges helles Blau über dunklem  spunga Blau, ebenfalls mit offenen Leinwandstellen, durch die man teilweise auch Rot sehen kann, dann helles Blau,  zu kleinen Körpern entstehend, einmal Punkte, einmal Striche, danach wieder sehr losar lasierend mit dem Freigeben von den darunter liegenden roten, grünen Farbschichten, zum Abschluss dunkles Kobalt blau, lasierend Coelin darüber gedeckt.

Wolkenformen in Blau, lasierend und pastos, durchschimmernd gelb und rot, Übergänge zu eckigen Formen, unterlegt mit ebenfalls Rot, dunkles Blau mündet an einem gelben Ufer, blauer kleiner und friedlicher See, dahinter ebenfalls gelbgrünes Ufer, blauer Wald, bis zu einem Rapport von Pinselstrichen, pastos,  tulaha sanftes Rot, darunter mit fließendem Blau, Kobaltübergänge zu Seelandschaften mit aufgewühlter Oberfläche und einer klaren Form, zurücklaufende Farben, immer wieder lasierende Farbschichten, farango darunter pastoses Gelb als Sand, Weg, oder ... Dunkles, tiefes Blau, türkis, Coelin, bräunliche Erde, pastose nach links gestrichene Wellen, Farbverläufe zu Grün, Sonnengelb und Erdbraun beruhigen den Rand, erdberuhigend, leicht violett.

Erneut lasierendes Coelin über Braun und Grün, ebenfalls dünn aufgetragen, dickes Coelinblau erhebt sich sacht, um in lasierende Farbtöne über zu gehen, doch immer wieder erheben sich pastose Blautöne, dunkles Zentrum als Herz, dennoch gelb unterlegt, es schlägt und verbreitet Wellen, lasierend dünne Formen gadoh entstehen, eckige, runde, dem Menschen zugehörig, Strudel und Quellen fließen rechts nach unten, werden von gelb und grünen Tönen gehalten, verbreiten sich darüber, darunter, nach links, immer wieder leichtes, seichtes Wasserblau, darunter ist ein abkum nicht erforschter Grund zu erkennen, Steinformen und Sandablagerungen, dunkle Tiefe, es atmet daneben ein Sonnenorange und Gelb und eine dunkle Form schließt  masar sich an, überspült von Coelin, aber wenig erdiges, dunkles bleibt am Rand der Leinwand zu sehen, eine runde Form weist nach unten, Bogen nach rechts wieder ins Bild, aber unten, Dämpfe von Farben schleichen sich, quirlen nach oben, darüber hinweg.

Kobaltblau versucht Formen zu bilden, Coelin, Himmelblau, Türkis entstehend durch darunter liegendes Gelb, Versuche, ihren Farbmassen Gestalt zu geben, vergeblich, alles dreht, löst sich auf, geht ineinander über und umher, umwandelnde Blautöne.

Dann erscheint dunkles Violett als Berg mit Gelb, Festigkeit gebend und rechts darunter dampfen drei Blautöne.

 

  

 

DER WILDE MANN – KÖRPER

  

Leinwand, großflächig Türkis Untermalung, mit hellem Ultramarin, weiß gemischt, sichtbar, Anfangsfarben, große, klare Fläche in Kobalt, diese fulam überzieht von oben das Türkis, dahinter wieder klares Türkis sichtbar, es entsteht durch die nächste kobalt und ultramarin Form ein Durchblick, oder eine Schlucht,  blaudurchgang.

Die große Form, lasierend übereinander pere gelegte Farben, bewegt sich wieder nach rechts oben, an den Rändern wird die Untermalung, türkis, sichtbar,  pataloh nach rechts noch weiß, dunkle Farbe, läuft alles in ein Gemisch von Blautönen, die wie ein Wasserfall nach unten streben, blauwasserfallartig.

Wasserfall, dunkel und Kobalt, helles Ultramarin, fließt nach links, grenzüberschreitendes Blau, wieder dünnes, lasierendes Blau, darunter askisi grüne Farbtöne, umbra dabei, aber auch rot, Untermalung zeigt ebenso klare Formen, und Farben, blau, aber auch rötliche Untermalung,  nuroh wie dieses Herz, Kobalt und Ultramarin, blaugang darüber, teilweise lasierend, mit klaren Konturen, geben den Blick auf die Untermalung, leicht rötlich, frei, links wieder ein kleiner Berg von Wasserblau, blaudurchgang

Unter dem kleinen Wasserblauberg dampfen  lasierende Blautöne über helle, dunkle, gelbe und grüne pastosere Farbinseln hinweg, dunkles wird erahnbar, weil Ultramarin teilweise lasierend darüber schwimmt, bis rechts zu einer Öffnung, grünes sichtbar, und dahinter pakadah mit weiß gemischtes Ultramarin spritzt auf, strebt zeitweise, flächenweise nach oben, ein Blauberg, nicht aus Wasser, erhebt sich schemenhaft, nach rechts dampft Kobalt und Ultramarin über blaue tula Untermalung  marer hinweg, bis hin zu hellem Ultramarin, den ganzen Körper aufstrebend nach oben Halt gebend, blauhalt.

 

 

 

DER WILDE MANN – SEELE

 

Komplett gelbe, grüne und dunkel braune Untermalung, manchmal rote Töne, anfangszart, manchmal pastos aufgetragen, manchmal lasierend untermalt, um als Farbe schon einmal Halt zu geben, coelindach, wuah manches Mal, selten, Leinwand stehen gelassen.

Von der Mitte ausgehend, einem Schwungrad ähnlich, kreisen Kobalt, Ultramarin, Coelin und Türkis in dem Bild.

Oben wellenartig, den luuf türkisen Schwung nach links, getupfte, gestrichene, ausgesparte Wellen, nach links stößt Ultramarin  gegen eine türkise, coelinübermalte Fläche.

Der Schwung, nicht zaghaft, wird mittig links wieder aufgenommen, Ultramarin und Kobalt wischen nach unten, Pinselstriche und gebildete Formen sichtbar, werdend und lassend, bis zum Coelin, danach telei springen aus dem Farbrad, getupfte Blautöne, um über lasierendes Kobalt, über grün, wieder zu schwunggebenden Coelintupfen zu kommen, dünnblau.

Bewegung purag kommt durch Linien auf, die sichtbar werden durch lasierendes Übermalen, Farbräume als dazwischen, wechseln asam sich ab mit schwunggebenden Farbtupfen und Pinselstrichen, blaugang.

Blaurad bewegt sich über Grüngrund, vermischt sich, gibt wieder frei und setzt sich ab, das eine gehört zum anderen, eines sita bedingt das andere, das eine kann nicht sein ohne das andere, zwingend, denn sonst entsteht aus Bewegung Stillstand, der bedeutungslos ist, nicht mehr pfarr existent - Farben und Formen geben sich Sinn.

 

 

  

 

 

Ausstellungseröffnung

Freitag, den 29.11.2019 um 20.00 Uhr 

im Kunstverein

Die Wassermühle Lohne e.V.

Mühlenstraße

49393 Lohne

 

zusammen mit Monika Lindeskog

bis zum 5.1.2020